Magnetresonanztomografie (MRT)

Was ist Periradikuläre Therapie (PRT)?

Die PRT (Periradikuläre Therapie) ist eine Schmerztherapie nahe einem Nervenaustrittspunkt an der Wirbelsäule.

Wenn durch kürzliche Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) an der Wirbelsäule eine Nervenwurzelbedrängung nachgewiesen wurde, z. B. im Rahmen eines Bandscheibenvorfalles oder durch eine knöcherne Enge einer Nervenaustrittsöffnung, so kann hier mittels CT - kontrollierter Einspritzung eines speziellen Medikamentes häufig Linderung der Beschwerden erreicht werden.

Die Facetten-Therapie ist eine Behandlung der kleinen Wirbelgelenke - etwa bei aktivierter Arhtrose mit entsprechenden Rückenschmerzen. Vorgehen wie bei PRT.

Typische Fragestellungen

Schmerzbehandlung bei Nervenwurzelbedrängung an der Lendenwirbelsäule, etwa wenn eine Operation nicht primär indiziert ist. Ausserdem Schmerzbehandlung bei Arthrose der kleinen Wirbelgelenke.

Ablauf der Untersuchung

Wenn Ihr Schmerztherapeut Ihnen eine Überweisung zur PRT (equivalent bei Facetten-Therapie) gegeben hat, und Sie sich bei uns um einen Termin erkundigen, werden wir erneut die Details prüfen. Hierfür sollten Bilder der Lendenwirbelsäule (LWS) als CT oder MRT vorliegen, die nicht älter als 3 Monate sind. Wenn die Bilder in einer anderen Praxis angefertigt wurden, so bitten wir um Vorlage einer Computer-CD mit den Detail-Bildern und eines dazu gehörenden Arztbiefes bzw Befund-Berichtes.

Nach Ansicht der Bilder wird entschieden, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Wenn eine Region der Wirbelsäule als Ursache der Beschwerden erkennbar ist, werden Sie bei uns einen Termin für die erste Behandlung bekommen.

Am Tag der ersten Behandlung werden wir das Vorgehen mit Ihnen im Detail besprechen.

Gerinnungshemmende Medikamente (z. B. ASS, Marcumar) sollten in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt für die vorangehenden 5 Tage abgesetzt werden.

Im Computertomographen werden Sie auf dem Bauch liegen. Es erfolgt Hautdesinfektion und Markierung der Einstichstelle. Es werden zwischendurch einzelne Bilder angefertigt, um die Lage der Kanüle zu kontrollieren. Wenn die Kanüle an der richtigen Stelle ist, wird dies mit 1 ml Röntgenkontrastmittel verifiziert. Anschliessend erfolgt die Gabe des Schmerzmittels (Triamcinolon, Scandicain). Die Kanüle wird entfernt und Sie können aufstehen.

Bitte bedenken Sie, dass Sie die ersten Stunden nicht selbst mit dem Auto fahren dürfen. Die Anwendung des Medikamentes an den für die Beine zuständigen Nerven kann zu einer temporären Kraftminderung führen.

In unserer Praxis haben wir gute Erfahrungen mit drei Anwendungen innerhalb weniger Wochen gemacht. Somit werden Sie noch zwei Termine angeboten bekommen.

Abhängig von der genauen Ursache der Beschwerden ist nicht in allen Fällen eine anhaltende Beschwerdebesserung zu erwarten. Man rechnet damit, dass ca 1/3 der Fälle eine langfristige Beschwerdefreiheit erlangen, 1/3 eine zeitweise Besserung, 1/3 keine zufriedenstellende Besserung feststellen (etwa wenn durch Verschleiss mehrere Nerven betroffen sind).

Dürfen Allergien vorliegen?

Eine Allergie gegen Kortison  oder Lokalanästhetika sollte nicht vorliegen. Bei bekannten Allergien verständigen Sie uns bitte und bringen uns den Allergiepass mit.

Kann die Untersuchung bei einer Schwangerschaft durchgeführt werden?

Da die Planung des Verlaufes der Injektionskanülen mit Röntgenstrahlen erfolgt, ist die Behandlung leider nicht bei Schwangeren möglich.

Wo wird die Behandlung angewendet?

Für die Behandlung kommt bei uns nur die Lendenwirbelsäule (LWS) und der Sakrakwirbel S1 in Betracht. Wir bieten keine Behandlung der Halswirbelsäule an. Die Behandlung erfolgt an nur einem Nervenaustrittspunkt. Eine parallele Behandlung mehrerer Segmente bieten wir nicht an.

Welches Medikament wird injiziert?

  • Triam (Triamcinolon) 40 mg
  • Scandicain 1 ml
  • Röntgenkontrastmittel 1 ml

Wie wird vorgegangen, wenn eine Blutgerinnungsstörung vorliegt?

Absetzten der blutgerinnungshemmenden Medikamente ab 5 Tage vor der Anwendung ist zu empfehlen. Bitte besprechen Sie diesen Punkt mit Ihrem behandelnden Arzt

Darf ich nach der Untersuchung selbst Auto fahren?

Da direkt im Anschluss an die Behandlung die Muskelkraft des Beines der behandelten Seite durch das Schmerzmittel eingeschränkt sein kann, ist eine Fahrzeugsteuerung in den ersten Stunden nicht erlaubt. Bitte lassen Sie sich fahren.

Aufklärungsbögen